Ultraknee Hammock II Knieschoner - der Newcomer
Ultraknee Hammock II Knieschoner mit Force-Distribution-Technologie (Art. FA10492)Der Hammock II verfolgt ein anderes Prinzip als alle anderen: Das Knie liegt nicht auf einem Polster, sondern hängt wie in einer Hängematte – daher der Name. Die patentierte Force-Distribution-Technologie (FDT) und eine Anti-Schock-Konstruktion sollen Druckspitzen reduzieren. 250 Gramm, aus EVAC, mit 50 mm breitem Gurt. Nach DIN EN 14404.HängemattePrinzip250 gGewicht50 mmGurtbreiteEN 14404NormWarum Knieschutz im Fliesenlegerhandwerk keine Komfortfrage istKniearthrose ist in Deutschland eine anerkannte Berufskrankheit. In der Berufskrankheitenverordnung ist sie unter der Nummer 2112 geführt, und die Definition nennt konkrete Zahlen: „Gonarthrose durch eine Tätigkeit im Knien oder vergleichbarer Kniebelastung mit einer kumulativen Einwirkungsdauer während des Arbeitslebens von mindestens 13.000 Stunden und einer Mindesteinwirkungsdauer von insgesamt einer Stunde pro Schicht“. Als vergleichbare Kniebelastung gelten dabei auch Hocken, Fersensitz und Kriechen.Was 13.000 Stunden im Berufsleben bedeutenRechnen Sie mit 220 Arbeitstagen im Jahr, dann ist die Schwelle schneller erreicht, als die große Zahl vermuten lässt: Bei vier Stunden Knien pro Tag sind es rund 15 Berufsjahre. Bei fünf Stunden etwa zwölf, bei sechs Stunden knapp zehn. Für einen Fliesenleger ist das keine theoretische Grenze, sondern eine realistische Zwischenbilanz.Diese Zahlen sind der Grund, warum Knieschutz im Handwerk anders bewertet wird als anderes Zubehör: Es geht nicht um bequemeres Arbeiten heute, sondern darum, ob Sie in zwanzig Jahren noch knien können. Bei konkreten Beschwerden ist der Betriebsarzt oder Ihre Berufsgenossenschaft der richtige Ansprechpartner – auch weil dort die Belastungsdokumentation geführt wird.Das Hängematten-Prinzip: aufliegen oder aufhängenBei einem klassischen Knieschoner liegt das Knie auf einem Polster. Egal wie gut das Polster verteilt: Die Kraft geht senkrecht durch das Gewebe unter der Kniescheibe. Beim Hängematten-Prinzip ist die Auflage gespannt statt gefüllt – das Knie sinkt in eine tragende Fläche ein, und die Kraft wird über die Ränder in die Struktur abgeleitet.Die Last wird umgelenkt, nicht nur gedämpftEine gespannte Fläche leitet Kraft in die Peripherie ab. Genau das beschreibt der Hersteller mit Force-Distribution-Technologie.Anti-Schock-KonstruktionReduziert Druckspitzen – also die kurzen, harten Belastungen beim Hinknien und beim Umsetzen, nicht nur die Dauerlast.Für lange Einsätze konzipiertDer Hersteller nennt ausdrücklich lange, belastende Arbeitseinsätze als Zielanwendung.Leicht: 250 GrammDeutlich leichter als der extralange FENTO 400 PRO mit 470 g – das merkt man nach acht Stunden.Das Prinzip ist auch der Grund für die ungewöhnliche Bauhöhe von 82 mm: Eine gespannte Auflage braucht Raum, in den das Knie einsinken kann. Ein flaches Polster könnte das nicht leisten.Der ganze Trick heißt FlächeWenn Sie knien, liegt ein großer Teil Ihres Körpergewichts auf zwei sehr kleinen Flächen. Der Druck auf das Gewebe ist Kraft geteilt durch Fläche – also lässt sich die Belastung auf genau zwei Wegen senken: weniger Gewicht darauf, oder mehr Fläche darunter. Am Gewicht können Sie nichts ändern, an der Fläche schon:Doppelte Auflagefläche, halber DruckDas ist keine Faustregel, sondern eine Division. Genau deshalb wirkt ein großflächiges Polster spürbar anders als ein dickes, kleines.Keilform verlagert Last auf den UnterschenkelEin keilförmiges Kissen nimmt einen Teil der Last von der Kniescheibe und legt ihn auf das Schienbein – also auf eine Fläche, die dafür besser geeignet ist.Weich allein hilft nichtEin zu weiches Polster wird unter dem Knie ganz zusammengedrückt. Dann liegt die Last wieder punktuell an – nur eben ein Stück tiefer.Harte Schale plus weiche EinlageDie Schale verteilt die Kraft über die ganze Fläche, die Einlage nimmt die Restspitzen. Erst die Kombination funktioniert.Was der Druck konkret anrichtetVor der Kniescheibe sitzt ein Schleimbeutel. Dauernder Druck auf diese Stelle kann ihn entzünden – die Bursitis praepatellaris, im Handwerk seit Generationen als „Fliesenlegerknie“ bekannt. Sie entsteht nicht durch einen einzelnen Tag, sondern durch die Summe. Und sie ist der Grund, warum Polster die Last vom Punkt der Kniescheibe wegnehmen sollen, statt sie nur zu dämpfen.EVAC und 50 mm GurtMaterialEVAC – leicht und robustMaße152 × 282 × 82 mmGewichtca. 250 gGurtbreite50 mm, mit KlettverschlussErsatzriemeneinzeln bestellbar (Art. FA10912)Die 282 mm Länge sind bemerkenswert: Der Hammock II deckt damit einen Bereich ab, der über das Knie hinausgeht – also auch einen Teil des Unterschenkels. Zusammen mit der gespannten Auflage ist das die zweite Maßnahme zur Verteilung.Worauf es bei den Riemen ankommt – und was in der Kniekehle passiertDer häufigste Grund, warum guter Knieschutz nach zwei Tagen im Auto liegen bleibt, ist nicht das Polster, sondern die Befestigung. In der Kniekehle laufen Nerven und Gefäße dicht unter der Haut. Ein schmaler Riemen, der dort einschneidet, führt zu Druckstellen, Kribbeln und tauben Stellen im Unterschenkel – und dann trägt man den Schoner nicht mehr.Breit statt schmalEin breites Gummiband verteilt die Haltekraft. Schmale Gurte schneiden ein, sobald Sie das Knie beugen – also die ganze Zeit.Elastisch statt starrBeim Knien ändert sich der Umfang des Beins. Ein elastisches Band folgt, ein starrer Gurt wird beim Beugen zur Fessel.Nicht in die Kniekehle legenDie Riemen gehören ober- und unterhalb der Kniekehle, nicht mitten hinein.AustauschbarRiemen sind das erste Teil, das verschleißt. Wenn sie ersetzbar sind, ist nach zwei Jahren nicht der ganze Schoner hinüber.Ein Knieschoner, der drückt, wird nicht getragen – und ein nicht getragener Knieschoner schützt nichts. Nehmen Sie deshalb Passform und Riemenkomfort genauso ernst wie die Leistungsstufe.DIN EN 14404: die Norm, an der Sie Knieschutz vergleichen könnenFür Knieschutz bei knienden Arbeiten gilt die DIN EN 14404. Sie ordnet jedes Produkt in einen Typ ein – das sagt, wie der Schutz am Körper sitzt – und in eine Leistungsstufe, die sagt, wogegen er schützt. Beide Angaben zusammen machen Knieschutz erst vergleichbar.Die vier TypenTyp 1Knieschutz, der unabhängig von der Kleidung am Bein befestigt wird – der klassische Schalenknieschutz mit Riemen.Typ 2Kniepolster in Verbindung mit der Kleidung: fest eingenäht oder in Hosentaschen eingeschoben.Typ 3Kniematten, die am Arbeitsplatz positioniert und nicht am Körper befestigt werden. Sie gelten deshalb nicht als PSA im Sinne der Verordnung.Typ 4Knieschutz am Bein mit zusätzlichen Vorrichtungen – zum Beispiel mit Sitzfläche.Die LeistungsstufenStufe 0Kein Durchstichschutz. Für saubere, glatte und ebene Flächen ohne herumliegende Gegenstände.Stufe 1Durchstichschutz bei einer Kraft von mindestens 100 N auf glatter Fläche – für Arbeiten, bei denen Splitter und Scherben entstehen.Stufe 1UMindestens 100 N Durchstichschutz auf unebener Fläche – etwa bei hervorstehenden Teilen wie Bewehrungseisen.Stufe 2Mindestens 250 N Durchstichschutz auf unebener Fläche – für grobes, gebrochenes Material.Was das für die Fliesenbaustelle heißtAuf einer Fliesenbaustelle liegen Scherben, Bruchstücke und Fliesensplitter – genau der Fall, für den Stufe 1 definiert ist. Stufe 0 ist für den Rohbau und für Estrich mit Splitt zu wenig. Achten Sie deshalb auf die Stufe, nicht nur auf die Polsterdicke: Ein dickes, weiches Polster ohne Durchstichschutz lässt eine Scherbe durch.Der Hersteller hat auf Anfrage Leistungsstufe 1 nach DIN EN 14404 bestätigt. Das heißt: Das Polster hält einer Durchstoßkraft von mindestens 100 N stand – ein Nagel, eine Schraube oder ein Splitter auf dem Estrich kommt nicht durch. Zum Vergleich: Stufe 0 stellt keine Durchstoßanforderung und dämpft nur, Stufe 2 verlangt mindestens 250 N und ist für Untergründe mit vielen scharfen Teilen gedacht.Schweiß, Hygiene und StandzeitEin Knieschoner sitzt acht Stunden an einer warmen, feuchten Stelle. Was daraus folgt, entscheidet über die tatsächliche Lebensdauer:Atmungsaktive Einlage – sonst arbeiten Sie in einem nassen Polster, und Feuchtigkeit weicht die Haut auf.Austauschbare Einlage – die Einlage ist das Teil, das zuerst durchgesessen und unhygienisch wird, nicht die Schale.Abwaschbare Außenschale – angetrockneter Fliesenkleber und Fugenmörtel machen jede Schale hart und rau.Riemen mitwaschen – Klett setzt sich mit Staub zu und hält dann nicht mehr. Klettflächen regelmäßig ausbürsten.Für dieses Modell führen wir Ersatzriemen mit Klett einzeln (Art. FA10912). Bei einem Schoner in dieser Preisklasse lohnt sich das: Der Riemen ist das Verschleißteil, die Struktur nicht.Rutschfestigkeit ist ein Sicherheitsmerkmal, kein KomfortmerkmalFrisch verlegte Fliesen, Kleberreste und feuchter Estrich sind glatt. Ein Knieschoner mit harter, glatter Schale rutscht darauf weg – und weil Sie im Knien kaum abfangen können, endet das oft mit dem Sturz auf die Seite oder mit der Hand in den Scherben. Achten Sie auf eine griffige Auflagefläche, und halten Sie sie frei von angetrocknetem Kleber.Richtig anpassen1Im Knien anpassen, nicht im StehenDer Beinumfang ändert sich beim Beugen deutlich. Was im Stehen gut sitzt, schneidet im Knien ein.2Polstermitte auf die KniescheibeDie dickste Stelle des Polsters gehört unter die Kniescheibe, nicht darunter oder darüber.3Riemen ober- und unterhalb der KniekehleNicht mitten in die Kniekehle. Dort liegen Nerven und Gefäße dicht unter der Haut.4So fest wie nötig, so lose wie möglichDer Schoner darf nicht wandern, aber auch nicht abschnüren. Nach einer Stunde nachkontrollieren.5Auf taube Stellen achtenKribbeln oder Taubheit im Unterschenkel heißt: zu fest oder falsch positioniert. Sofort korrigieren.Beim Hängematten-Prinzip ist die Position besonders wichtig: Das Knie muss in die tragende Fläche einsinken, nicht auf ihrem Rand aufliegen. Prüfen Sie das im Knien, nicht im Stehen.Die wirksamste Maßnahme: gar nicht knienKnieschutz senkt den Druck auf das Knie, aber nicht die Zeit im Knien – und die Berufskrankheit 2112 rechnet in Stunden, nicht in Newton. Deshalb steht in jeder ernsthaften Betrachtung zuerst die Frage, ob sich die kniende Haltung ganz vermeiden lässt:Rollsitz oder KnierollerVerlagert die Last auf Gesäß oder Schienbein und macht das Weiterrücken zum Rollen. Die Knie sind entlastet und die Zeit im Knien sinkt.Arbeitshöhe verändernWas auf einem Bock vorbereitet werden kann – Zuschnitt, Anmischen, Sortieren – muss nicht am Boden passieren.Haltung wechselnKnien, Hocken und Stehen im Wechsel belastet unterschiedliche Strukturen. Dauerhaft dieselbe Haltung ist das Problem.Beides zusammenAuch mit Rollsitz bleibt genug übrig, wofür man knien muss. Knieschutz und Rollsitz sind keine Alternativen, sondern Ergänzungen.Technische DatenProduktartKnieschoner mit gespannter Auflage (Hängematten-Prinzip)ModellUltraknee Hammock IITechnologiepatentierte Force-Distribution-Technologie (FDT)KonstruktionAnti-Schock-Konstruktion zur Reduktion von DruckspitzenMaterialEVAC – leicht und robustMaße152 × 282 × 82 mmGewichtca. 250 gGurt50 mm breit, mit KlettverschlussNormDIN EN 14404, Leistungsstufe 1 (Herstellerangabe 08/2026)Einsatzlange, belastende ArbeitseinsätzeErsatzriemenArt. FA10912, einzeln bestellbarArtikelnummerFA10492HerstellerNierhausWas ist am Hängematten-Prinzip anders?Das Knie liegt nicht auf einem gefüllten Polster, sondern sinkt in eine gespannte Auflagefläche ein. Die Kraft wird dadurch über die Ränder in die Struktur abgeleitet, statt senkrecht durch das Gewebe unter der Kniescheibe zu gehen.Warum baut er 82 mm hoch?Weil eine gespannte Auflage Raum braucht, in den das Knie einsinken kann. Das ist konstruktiv bedingt und der Kern des Prinzips.Ist er im Weg, wenn ich viel aufstehe?Er baut höher als ein flacher Schoner. Wer im Minutentakt aufsteht und weiterläuft, empfindet einen flachen Schoner oft als angenehmer – der Hammock II ist für längere Einsätze am Boden gedacht.Welche Leistungsstufe hat er?Der Hersteller nennt die Norm DIN EN 14404 und auf Anfrage Leistungsstufe 1 – keine Stufe. Wir holen die Angabe gern beim Lieferanten ein.Welcher Knieschutz passt zu Ihrem Arbeitstag?Schale, Hosenpolster, Matte oder Rollsitz – das entscheidet sich daran, wie lange Sie an einer Stelle knien und was Sie anhaben. Beschreiben Sie uns Ihren typischen Tag, wir sagen Ihnen, was sich lohnt.Passendes Zubehör und ErgänzungenErsatzriemen für Alpro Nierhaus Knieprotektor Wohlpro (2 Stk.)Ersatzriemen für Alpro Nierhaus Knieprotektor Wohlpro (2 Stk.).GORANDO Kniekissen UniversalGORANDO Kniekissen Universal.Wohltat ERGO PRO - Premium KnieschonerWohltat ERGO PRO - Premium Knieschoner.myRolly - Rollwagen / Knieroller inkl. Anatomic ErgopadmyRolly Rollwagen und Knieroller.Rubi Ergonomischer Sitz SR-1 zum Bodenlegen inkl. Knieschoner (Art. 81999)Rubi ergonomischer Sitz SR-1 zum Bodenlegen.
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