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Fento BOARD / Kniekissen

Artikel-Nr.: FA10489

Fento BOARD / Kniekissen

FENTO BOARD Knie­kis­sen, 280 × 495 × 45 mm (Art. FA10489)

Das BOARD ist kein Knie­scho­ner, son­dern eine Knie­mat­te – und damit die Lösung für alles, was länger an einer Stelle pas­siert. Es liegt vor Ihnen auf dem Boden, hat einen keil­för­mi­gen Aufbau, der Knie und Un­ter­schen­kel zu­gleich trägt, und ist mit Leis­tungs­stu­fe 1 gegen das Durch­drin­gen scha­rf­kan­ti­ger Un­ter­grün­de aus­ge­wie­sen. 1.250 Gramm – schwer genug, dass es nicht vom Wind bewegt wird.

49,5 × 28 cm
Fläche
45 mm
Dicke
Stufe 1
durch­stich­fest
1.250 g
Ge­wicht

Warum Knie­schutz im Flie­sen­le­ger­hand­werk keine Kom­fort­fra­ge ist

Knie­ar­thro­se ist in Deutsch­land eine an­er­kann­te Be­rufs­krank­heit. In der Be­rufs­krank­hei­ten­ver­ord­nung ist sie unter der Nummer 2112 ge­führt, und die De­fi­ni­ti­on nennt kon­kre­te Zahlen: „Gon­ar­thro­se durch eine Tä­tig­keit im Knien oder ver­gleich­ba­rer Knie­be­las­tung mit einer ku­mu­la­ti­ven Ein­wir­kungs­dau­er wäh­rend des Ar­beits­le­bens von min­des­tens 13.000 Stun­den und einer Min­de­stein­wir­kungs­dau­er von ins­ge­samt einer Stunde pro Schicht“. Als ver­gleich­ba­re Knie­be­las­tung gelten dabei auch Hocken, Fer­sen­sitz und Krie­chen.

Was 13.000 Stun­den im Be­rufs­le­ben be­deu­ten

Rech­nen Sie mit 220 Ar­beits­ta­gen im Jahr, dann ist die Schwel­le schnel­ler er­reicht, als die große Zahl ver­mu­ten lässt: Bei vier Stun­den Knien pro Tag sind es rund 15 Be­rufs­jah­re. Bei fünf Stun­den etwa zwölf, bei sechs Stun­den knapp zehn. Für einen Flie­sen­le­ger ist das keine theo­re­ti­sche Grenze, son­dern eine rea­lis­ti­sche Zwi­schen­bi­lanz.
Diese Zahlen sind der Grund, warum Knie­schutz im Hand­werk anders be­wer­tet wird als an­de­res Zu­be­hör: Es geht nicht um be­que­me­res Ar­bei­ten heute, son­dern darum, ob Sie in zwan­zig Jahren noch knien können. Bei kon­kre­ten Be­schwer­den ist der Be­triebs­arzt oder Ihre Be­rufs­ge­nos­sen­schaft der rich­ti­ge An­sprech­part­ner – auch weil dort die Be­las­tungs­do­ku­men­ta­ti­on ge­führt wird.

Die größte Auf­la­ge­flä­che, die Sie be­kom­men können

Der Druck auf das Knie ist Kraft ge­teilt durch Fläche – und bei einer Matte ist die Fläche nicht durch das be­grenzt, was an Ihr Bein passt. 495 × 280 mm sind rund 1.385 Qua­drat­zen­ti­me­ter: ein Viel­fa­ches jedes am Bein ge­tra­ge­nen Pols­ters. Dazu kommt der keil­för­mi­ge Aufbau, der Knie und Un­ter­schen­kel gleich­zei­tig trägt und die Last zwi­schen beiden ver­teilt.

Der ganze Trick heißt Fläche

Wenn Sie knien, liegt ein großer Teil Ihres Kör­per­ge­wichts auf zwei sehr klei­nen Flä­chen. Der Druck auf das Gewebe ist Kraft ge­teilt durch Fläche – also lässt sich die Be­las­tung auf genau zwei Wegen senken: we­ni­ger Ge­wicht darauf, oder mehr Fläche dar­un­ter. Am Ge­wicht können Sie nichts ändern, an der Fläche schon:

Dop­pel­te Auf­la­ge­flä­che, halber Druck

Das ist keine Faust­re­gel, son­dern eine Di­vi­si­on. Genau des­halb wirkt ein groß­flä­chi­ges Pols­ter spür­bar anders als ein dickes, klei­nes.

Keil­form ver­la­gert Last auf den Un­ter­schen­kel

Ein keil­för­mi­ges Kissen nimmt einen Teil der Last von der Knieschei­be und legt ihn auf das Schien­bein – also auf eine Fläche, die dafür besser ge­eig­net ist.

Weich allein hilft nicht

Ein zu wei­ches Pols­ter wird unter dem Knie ganz zu­sam­men­ge­drückt. Dann liegt die Last wieder punk­tu­ell an – nur eben ein Stück tiefer.

Harte Schale plus weiche Ein­la­ge

Die Schale ver­teilt die Kraft über die ganze Fläche, die Ein­la­ge nimmt die Rest­spit­zen. Erst die Kom­bi­na­ti­on funk­tio­niert.

Was der Druck kon­kret an­rich­tet

Vor der Knieschei­be sitzt ein Schleim­beu­tel. Dau­ern­der Druck auf diese Stelle kann ihn ent­zün­den – die Bur­si­tis prae­pa­tel­la­ris, im Hand­werk seit Ge­ne­ra­tio­nen als „Flie­sen­le­ger­knie“ be­kannt. Sie ent­steht nicht durch einen ein­zel­nen Tag, son­dern durch die Summe. Und sie ist der Grund, warum Pols­ter die Last vom Punkt der Knieschei­be weg­neh­men sollen, statt sie nur zu dämp­fen.

Was das BOARD kon­struk­tiv löst

Keil­form für die Knie­po­si­tio­nie­rung

Der Her­stel­ler nennt sie als Kern des Kon­zepts: Sie ga­ran­tiert eine de­fi­nier­te Po­si­ti­on des Knies und ver­teilt die Last auf Knie und Un­ter­schen­kel.

Ver­stell­ba­rer Knie­ab­stand

Weil das Board breit ist, wählen Sie selbst, wie weit die Knie aus­ein­an­der­ste­hen – anders als bei am Bein ge­tra­ge­nen Pols­tern, wo die Geo­me­trie fest­liegt.

Leis­tungs­stu­fe 1

Auch als Matte ist es gegen das Durch­drin­gen scha­rf­kan­ti­ger Un­ter­grün­de aus­ge­wie­sen. Bei einer Flie­sen­bau­stel­le mit Scher­ben ist das keine Ne­ben­sa­che.

Griff­mul­de oben

Ein 1.250-Gramm-Board, das man stän­dig wei­ter­trägt, braucht einen Griff. Klingt banal, ist im Alltag der Un­ter­schied zwi­schen mit­neh­men und ste­hen­las­sen.

Warum 1.250 Gramm ein Merk­mal und kein Nach­teil sind

Der Her­stel­ler weist aus­drück­lich aus, dass das Board aus­rei­chend schwer ist, um nicht vom Wind bewegt zu werden. Auf Bal­ko­nen, Ter­ras­sen und in of­fe­nen Roh­bau­ten ist genau das der Punkt, an dem leich­te Schaum­stoff­mat­ten un­brauch­bar werden.

DIN EN 14404: die Norm, an der Sie Knie­schutz ver­glei­chen können

Für Knie­schutz bei kni­en­den Ar­bei­ten gilt die DIN EN 14404. Sie ordnet jedes Pro­dukt in einen Typ ein – das sagt, wie der Schutz am Körper sitzt – und in eine Leis­tungs­stu­fe, die sagt, wo­ge­gen er schützt. Beide An­ga­ben zu­sam­men machen Knie­schutz erst ver­gleich­bar.

Die vier Typen

Typ 1Knie­schutz, der un­ab­hän­gig von der Klei­dung am Bein be­fes­tigt wird – der klas­si­sche Scha­len­knie­schutz mit Riemen.
Typ 2Knie­pols­ter in Ver­bin­dung mit der Klei­dung: fest ein­ge­näht oder in Ho­sen­ta­schen ein­ge­scho­ben.
Typ 3Knie­mat­ten, die am Ar­beits­platz po­si­tio­niert und nicht am Körper be­fes­tigt werden. Sie gelten des­halb nicht als PSA im Sinne der Ver­ord­nung.
Typ 4Knie­schutz am Bein mit zu­sätz­li­chen Vor­rich­tun­gen – zum Bei­spiel mit Sitz­flä­che.

Die Leis­tungs­stu­fen

Stufe 0Kein Durch­stich­schutz. Für sau­be­re, glatte und ebene Flä­chen ohne her­um­lie­gen­de Ge­gen­stän­de.
Stufe 1Durch­stich­schutz bei einer Kraft von min­des­tens 100 N auf glat­ter Fläche – für Ar­bei­ten, bei denen Split­ter und Scher­ben ent­ste­hen.
Stufe 1UMin­des­tens 100 N Durch­stich­schutz auf un­ebe­ner Fläche – etwa bei her­vor­ste­hen­den Teilen wie Be­weh­rungs­ei­sen.
Stufe 2Min­des­tens 250 N Durch­stich­schutz auf un­ebe­ner Fläche – für grobes, ge­bro­che­nes Ma­te­ri­al.

Was das für die Flie­sen­bau­stel­le heißt

Auf einer Flie­sen­bau­stel­le liegen Scher­ben, Bruch­stü­cke und Flie­sen­split­ter – genau der Fall, für den Stufe 1 de­fi­niert ist. Stufe 0 ist für den Rohbau und für Estrich mit Splitt zu wenig. Achten Sie des­halb auf die Stufe, nicht nur auf die Pols­ter­di­cke: Ein dickes, wei­ches Pols­ter ohne Durch­stich­schutz lässt eine Scher­be durch.
Dieses Modell ist mit Leis­tungs­stu­fe 1 aus­ge­wie­sen – also durch­stich­fest ab einer Kraft von 100 N auf glat­ter Fläche. Das ist die Stufe, die auf einer Flie­sen­bau­stel­le mit Scher­ben und Split­tern ge­braucht wird.
Nach DIN EN 14404 ist eine Knie­mat­te Typ 3: Sie wird am Ar­beits­platz po­si­tio­niert und nicht am Körper be­fes­tigt – und gilt des­halb formal nicht als per­sön­li­che Schutz­aus­rüs­tung. Für die Ge­fähr­dungs­be­ur­tei­lung heißt das: Eine Matte er­setzt vor­ge­schrie­be­ne PSA nicht au­to­ma­tisch. Für Ihr Knie wirkt sie trotz­dem, und zwar mit der größ­ten Auf­la­ge­flä­che von allen Lö­sun­gen.

Wann ein Board die rich­ti­ge Wahl ist

Län­ge­re Ar­bei­ten an einer Stelle

Ver­fu­gen einer Fläche, Si­li­kon­ar­bei­ten an einer Wanne, So­ckel­mon­ta­ge – über­all, wo Sie eine Weile blei­ben.

Kein Druck am Bein

Keine Riemen, keine Knie­keh­le, kein Schweiß unter der Schale. Für viele der ent­schei­den­de Vor­teil.

Auch für die Werk­zeu­ge

Auf einem Board von 49,5 cm Breite ist neben den Knien Platz – Kelle und Fu­gen­brett liegen nicht im Kleber.

Wo es un­prak­tisch ist

Wenn Sie stän­dig wei­ter­rut­schen. Dann grei­fen Sie zu Ho­sen­pols­ter oder Scho­ner – oder zum Roll­sitz.

Die wirk­sams­te Maß­nah­me: gar nicht knien

Knie­schutz senkt den Druck auf das Knie, aber nicht die Zeit im Knien – und die Be­rufs­krank­heit 2112 rech­net in Stun­den, nicht in Newton. Des­halb steht in jeder ernst­haf­ten Be­trach­tung zuerst die Frage, ob sich die kni­en­de Hal­tung ganz ver­mei­den lässt:

Roll­sitz oder Knie­rol­ler

Ver­la­gert die Last auf Gesäß oder Schien­bein und macht das Wei­ter­rü­cken zum Rollen. Die Knie sind ent­las­tet und die Zeit im Knien sinkt.

Ar­beits­hö­he ver­än­dern

Was auf einem Bock vor­be­rei­tet werden kann – Zu­schnitt, An­mi­schen, Sor­tie­ren – muss nicht am Boden pas­sie­ren.

Hal­tung wech­seln

Knien, Hocken und Stehen im Wech­sel be­las­tet un­ter­schied­li­che Struk­tu­ren. Dau­er­haft die­sel­be Hal­tung ist das Pro­blem.

Beides zu­sam­men

Auch mit Roll­sitz bleibt genug übrig, wofür man knien muss. Knie­schutz und Roll­sitz sind keine Al­ter­na­ti­ven, son­dern Er­gän­zun­gen.

Rutsch­fes­tig­keit ist ein Si­cher­heits­merk­mal, kein Kom­fort­merk­mal

Frisch ver­leg­te Flie­sen, Kle­ber­res­te und feuch­ter Estrich sind glatt. Ein Knie­scho­ner mit harter, glat­ter Schale rutscht darauf weg – und weil Sie im Knien kaum ab­fan­gen können, endet das oft mit dem Sturz auf die Seite oder mit der Hand in den Scher­ben. Achten Sie auf eine grif­fi­ge Auf­la­ge­flä­che, und halten Sie sie frei von an­ge­trock­ne­tem Kleber.

Tech­ni­sche Daten

Pro­duktartKnie­mat­te / Knie­board (Typ 3 nach DIN EN 14404)
ModellFENTO BOARD
Maße280 × 495 × 45 mm
Ge­wicht1.250 g
Leis­tungs­stu­feStufe 1 – mindestens 100 N Durch­stoß­kraft (Her­stel­ler­an­ga­be 08/2026)
Aufbaukeil­för­mig, für de­fi­nier­te Knie­po­si­tio­nie­rung und Druck­ver­tei­lung auf Knie und Un­ter­schen­kel
Knie­ab­standin­di­vi­du­ell ver­stell­bar durch die Board­grö­ße
Bo­den­teilrobust und fest, mit stra­pa­zier­fä­hi­ger Au­ßen­schicht
Hand­ha­bungGriff­mul­de an der Ober­sei­te, leicht zu rei­ni­gen
Be­son­der­heitaus­rei­chend schwer, um nicht vom Wind bewegt zu werden
Ar­ti­kel­num­merFA10489
Er­setzt das Board einen Knie­scho­ner?
Für Ihr Knie wirkt es sogar besser, weil die Auf­la­ge­flä­che größer ist. Formal ist eine Knie­mat­te aber Typ 3 nach DIN EN 14404 und damit keine PSA – wenn Knie­schutz als PSA vor­ge­schrie­ben ist, er­setzt sie ihn nicht au­to­ma­tisch.
Wie oft muss ich es um­set­zen?
Bei 49,5 cm Breite können Sie ein gutes Stück Fläche ab­ar­bei­ten, bevor Sie es ver­schie­ben. Für Ar­bei­ten, bei denen Sie stän­dig wei­ter­rü­cken, sind Ho­sen­pols­ter oder ein Roll­sitz prak­ti­scher.
Ist es rutsch­fest?
Das Board hat einen festen Bo­den­teil mit stra­pa­zier­fä­hi­ger Au­ßen­schicht und liegt durch sein Ge­wicht stabil. Halten Sie die Un­ter­sei­te frei von an­ge­trock­ne­tem Kleber – das ist bei jeder Auf­la­ge der kri­ti­sche Punkt.
Warum ist es so schwer?
Damit es liegen bleibt. Der Her­stel­ler nennt das Ge­wicht aus­drück­lich als Merk­mal: Ein leich­tes Board ver­weht auf Balkon und Ter­ras­se.

Wel­cher Knie­schutz passt zu Ihrem Ar­beits­tag?

Schale, Ho­sen­pols­ter, Matte oder Roll­sitz – das ent­schei­det sich daran, wie lange Sie an einer Stelle knien und was Sie an­ha­ben. Be­schrei­ben Sie uns Ihren ty­pi­schen Tag, wir sagen Ihnen, was sich lohnt.

Pas­sen­des Zubehör und Er­gän­zun­gen

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Nierhaus

Nierhaus GmbH

Herforder Straße 145 

32105 Bad Salzuflen 

Deutschland

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